Psychoanalyse und Psychotherapie

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ie Psychoanalyse ist seit ihren Anfängen zu Beginn des 20. Jahrhunderts vielfach erweitert und modifiziert worden; zur Zeit besteht ein Nebeneinander unterschiedlicher psychoanalytischer Konzeptionen. Für denjenigen, der sich mit dem Gedanken an eine Psychoanalyse trägt, ist es schwer, sich diesbezüglich einen Überblick zu verschaffen. Schwieriger wird es noch dadurch, dass es andere Psychotherapie-Verfahren gibt, von welchen besonders die in der kassenärztlichen Versorgung zugelassene Verhaltenstherapie zu nennen ist.

In dem nachfolgenden PDF-Text "Überlegungen zum Menschenbild des Psychoanalytikers" habe ich dargestellt, welche Grundüberzeugungen und Haltungen mir für einen Psychoanalytiker wesentlich erscheinen, unabhängig von seiner speziellen psychoanalytischen Ausrichtung.

Überlegungen  zum  Menschenbild  des  Psychoanalytikers

Wachtraumtherapie

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ch beziehe vielfach verschiedene Wachtraum-Techniken in Psychoanalysen und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapien mit ein. Falls dies erwünscht und therapeutisch sinnvoll ist, kann dadurch eine Verstärkung des Gefühls-Anteils, eine Intensivierung der inneren Wandlungs- und Veränderungs-Prozesse der Patienten erreicht werden und damit eine Erweiterung des psychoanalytischen Behandlungs-Repertoires.

Einzelheiten dazu finden sich in dem nachfolgenden Aufsatz:„Die heilsame Kraft innerer Bilder und ihre Verwendung in der Psychotherapie“ Es handelt sich um die erweiterte und überarbeitete Fassung eines Vortrags, den ich am 29.10.2004 im Literaturhaus Berlin, Fasanenstraße, gehalten habe. Veröffentlicht in: Z.f.Individualpsychol. 32,4 (2007), S. 351-365, ISSN 0342-393-X

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Klangbegleitete Psychotherapie

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langbegleitete Psychotherapie bei seelisch und psychosomatisch bedingten Störungen sowie körperlichen Erkrankungen wie zum Beispiel Krebs, Tinnitus, Neurodermitis, Autoimmunerkrankungen (MS) und nach Operationen, im PDF-Anhang an Beispielen von Krebs, Tinnitus und Burnout-Zuständen dargestellt.

Ich vermeide möglichst den Begriff der Klangtherapie, weil es sich bei dieser nicht um eine eigenständige Therapievariante handelt, sondern in erster Linie um den potenziellen Teil einer integrativen Psychotherapie auf tiefenpsychologischer Grundlage, für die es auch Kontraindikationen gibt. Dazu gehören akute Angst- und Ausnahmezustände, Borderline-Störungen und Psychosen. Durch Klänge kommt es in der Regel mehr noch als durch Wachtraumtechniken zu einer erhöhten Durchlässigkeit für unterschwellige Gefühle und Impulse. Aus psychoanalytischer Sicht wird damit die Abwehr geschwächt. Das kann, muss aber nicht therapeutisch sinnvoll sein. Eine Schwächung der Abwehr durch Wachtraumtechniken und / oder Klänge muss in jedem Fall behutsam dosiert erfolgen. Es besteht zum Bespiel die Gefahr, dass traumatische Erinnerungen oder Ängste vor einem Kontrollverlust vorzeitig mobilisiert werden, die der Betreffende noch nicht verarbeiten kann. Deshalb sollten Klänge möglichst nur von erfahrenen Psychotherapeuten therapeutisch verwendet werden.

1. Klangbegleitete Psychotherapie bei neurotischen und psychosomatischen Störungen sowie körperlichen Erkrankungen

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2. Klangbegleitete Psychotherapie als ergänzende Behandlung bei körperlichen Erkrankungen am Beispiel von Krebs.

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3. Klänge, Psychotherapie und Tinnitus

Sogar ein bereits chronisch gewordener Tinnitus lässt sich durch Klangtherapie mit Gongs oft günstig beeinflussen. Das gilt auch für die manchmal gleichzeitig bestehende Geräuschüberempfindlichkeit, Hyperakusis. 

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Methodenübergreifende integrative Psychotherapie, Traumatherapie, Schmerztherapie

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ch beziehe in den analytischen und tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapien vielfach Elemente anderer Therapiemethoden mit ein, besonders Focusing, Wachtraum-Techniken (Hypnotherapie, Katathym-Imaginative Psychotherapie), Klangtherapie und vereinzelt auch Gestalt- und Verhaltenstherapie. Vor allem geht es mir um die Einbeziehung des Körpererlebens, um die Anleitung der Patienten, unterschwellige Körperempfindungen wahrnehmen und durch „Achtsamkeit“, „Verweilen im Gewahrsein, im Betrachten“ modifizieren und verändern zu lernen. Das ist besonders in der Trauma- und Schmerztherapie wichtig, aber nicht nur dort.

Methodenübergreifende Integrative körperbezogene Psychotherapie, Traumatherapie und Schmerztherapie

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Am 29. Februar 2020 fand zum wiederholten Mal in meiner Praxis eine Fortbildung zu diesem Themenbereich statt: "Praxis einer methodenübergreifenden integrativen Psychotherapie auf tiefenpsychologisch/ psychoanalytischer Grundlage. Möglichkeiten der Einbeziehung von Wachtraumtechniken, Focusing sowie Elementen von Verhaltens-, Trauma-, Schmerz- und Klangtherapie in Psychotherapien". Ich hoffe, dass Ende des Jahres (oder  wann auch immer) die Corona-Krise so weit ausgestanden ist, dass kleine Gruppen (bis 12 Teilnahmer) wieder nah zusammen sein können. Dann werde ich zu einer weiteren Fortbildungsveranstaltung zu dem obigen Thema einladen.

Informationen zur Fortbildung

Hilfreiche Klänge für körperlich schwer Erkrankte, Sterbende und Trauernde
Vortrag bei der Fachtagung der Stiftung menschenwürdiges Sterben am 7. September 2007 in Berlin.

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Burnout-Therapie

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tressbewältigungstraining, Behandlung von Burnout-Zuständen und Burnout-Prophylaxe, Hilfen bei der Verarbeitung akuter Belastungsreaktionen

Einem Burnout-Syndrom liegt eine vegetative Dysbalance zugrunde, indem die Leistungs-, Anstrengungs- und Alarmbereitschaft auch in den potenziellen Ruhephasen, also auch nachts dauerhaft erhöht ist und eine tiefgreifende Erholung durch das Überwiegen des Parasympathikus ausbleibt. Im Verlauf von Jahren und Jahrzehnten ist dadurch das Risiko für Stress-Folge-Erkrankungen wie chronische Schmerzzustände, Migräne, Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht.

Therapeutisch geht es darum, dass die Klienten zu mehr Lebensfreude und Muße „verführt“ werden; und dafür ist die Einbeziehung von Klängen sehr gut geeignet.Wie zum Beispiel die Position auf der Klangwiege oder an den Gongs. Nach einem Klang-Erlebnis mit diesen Instrumenten fühlen sich die Betroffenen in der Regel als in sich selbst zentriert, entspannt und gleichzeitig vitalisiert. Der Schlaf verbessert sich.  Es wächst die Zuversicht, dass inneres Wachstum möglich ist, dass es möglich sein wird, wieder an die besten Zeiten des früheren Lebens anknüpfen zu können.

Zur Behandlung von Burnout-Zuständen

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Paarberatung & Paartherapie

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ür mich hat sich die folgende Vorgehensweise bewährt: Bei der telefonischen Anmeldung erkundige ich mich danach, welchem der beiden Partner die Beratung das größere Anliegen ist, von wem der Impuls zur Paarberatung (oder Paartherapie) ausgegangen ist. Dann schlage ich zunächst einen Einzeltermin mit dem oder der Betreffenden vor. Danach möge sich der oder die Andere gleichfalls für einen Einzeltermin anmelden. So können die Menschen in der Regel offener als in einem gemeinsamen Gespräch sein, und ich erfahre schon sehr früh Entscheidendes über die relevante Paardynamik. Es geht darum, schon anfangs einen Gesamteindruck von jedem Einzelnen, seiner Belastbarkeit und seinen Entwicklungsmöglichkeiten zu gewinnen. Das verdeutlicht sich dann in dem dritten Gespräch mit beiden Partnern. Die Kombination von Einzel- und Paargesprächen lässt sich dann gegebenenfalls wiederholen, wenn beide dies wünschen.

Die Paar- und /oder Familiendynamik lässt sich auch sehr gut mithilfe von sog. Aufstellungen verdeutlichen. In Gruppen stehen dafür bekanntlich Teilnehmer zur Übernahme von Rollen zur Verfügung; für Aufstellungen mit einer Einzelperson verwende ich dafür gern eine in Jahrzehnten gewachsene Sammlung von Objekten, Steinen, Mineralien, Holzstücken, Baumrinden, getrockneten Blumen und vieles mehr. Es kann damit jeder nur denkbare Seelenzustand symbolisch ausgedrückt werden. (Näheres dazu auf Anfrage.)

Erziehungsberatung

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n den letzten Jahrzehnten hat sich unser Wissen über die psychische, geistige und körperliche Entwicklung von Kindern sehr erweitert. Dazu haben besonders die sogenannte Bindungsforschung, umfangreiche Säuglings- und Kleinkindbeobachtungen sowie zuletzt auch neue Ergebnisse der Hirnforschung beigetragen. Einen guten Überblick darüber kann das Buch: „SAFE – sichere Ausbildung für Eltern – sichere Bindung zwischen Eltern und Kind“ von Karl Heinz Brisch vermitteln (Klett-Cotta Verlag 2010).

Mit der Empfehlung von Literatur ist nun keineswegs gemeint, dass das Lesen eine Beratung oder Therapie ersetzen kann. Es kann sich dabei nur um eine allgemeine Information über diese Themenbereiche handeln, als Hilfestellung für Eltern bei einer ersten Orientierung. Das gilt auch für die nachfolgende Veröffentlichung der Psychologen Haim Omer und Arist von Schlippe: „Autorität durch Beziehung – Die Praxis der gewaltlosen Widerstands in der Erziehung“. Erschienen bei Vandenhoek & Ruprecht, 2006. Auf den letzten Seiten (226 – 262) findet sich eine gut lesbare Zusammenfassung ihres eindrucksvollen Beratungsansatzes für Familien, die den Zugang zu ihren Kindern bzw. Jugendlichen, die ihnen ernsthafte Probleme bereiten, mehr oder weniger verloren haben.

Über diese Literatur-Empfehlungen hinaus sind hier keine weiteren Angaben zu meinem spezifischen persönlichen Beratungsansatz bei Erziehungsfragen möglich, da jeder Fall einzigartig und unwiederholbar ist. Es genügt fast immer, wenn die Eltern oder ein Elternteil ohne Kind zur Beratung kommt. Ausnahmen können am ehesten bei älteren Jugendlichen sinnvoll sein. Wenn sie damit einverstanden sind bzw. dies möchten, können sie auch vor den Eltern zu einem Gespräch erscheinen. Es sollte der Eindruck vermieden werden, dass sich die Erwachsenen gegen sie verbünden.

Supervision für

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ach Abschluss ihrer psychoanalytischen oder verhaltenstherapeutischen Ausbildung fällt es oft Kollegen schwer, eine persönliche, ihnen gemäße psychotherapeutische Arbeitsweise zu finden. Vielfach empfinden sie das Gelernte als enges Korsett, nicht ausreichend für die Vielfalt der Probleme der Patienten, mit denen sie konfrontiert werden. Die Teilnahme an kleinen Supervisionsgruppen, die die Ausbildungsinstitute in der Regel anbieten, können hier eine wertvolle Hilfestellung sein.

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ngehörige Helfender Berufe, insbesondere Lehrerinnen jenseits der 50. Lebensjahres sind besonders stressgeplagt und hinsichtlich Burnout-Zuständen gefährdet. Nach jahrzehntelanger Überforderung und Überangestrengtheit sind sie ausgelaugt, leiden unter vielfältigen Symptomen, besonders Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Rückenschmerzen und häufig auch unter Tinnitus. Meist handelt es sich um überengagierte, primär hochsensible Menschen mit einem ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit; sie versuchen, die an sie gestellten Anforderungen gewissenhaft zu erfüllen. Sie werden im Spannungsfeld zwischen Schülern, anspruchsvollen Eltern und teilweise mehrfach jährlich sich ändernden Vorgaben und Vorschriften der Schulbehörde zerrieben. Supervision, Beratung und das Besuchen von Kursen für die Vermittlung von Selbstentspannungstechniken reichen oft nicht mehr aus, um aus der Situation chronischer Überlastung und Überforderung mit den dadurch bedingten psychischen und psychosomatischen Störungen herauszukommen. Deshalb ist in solchen Fällen häufig eine Psychotherapie erforderlich. Diese sollte ressourcenorientiert sein und besonders auf die Stärkung des Selbst- und Souveränitätsgefühls abzielen.

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ie Lage von Ärzten, die an der kassenärztlichen Versorgung teilnehmen und wenig Privatpatienten haben, ist meist etwas anders als die der anderen helfenden Berufe. Sie müssen die letzten Wochen eines Quartals vielfach umsonst arbeiten, weil das Quartals-Budget der betreffenden Fachgruppe ausgeschöpft ist. Sie sehen sich gezwungen, ihre Tätigkeit immer mehr nach kaufmännischen statt nach ärztlichen Gesichtspunkten zu organisieren. Sie empfinden sich dann eher als Kleinunternehmer denn als Ärzte. Das ist auf Dauer für Viele demotivierend und demoralisierend, weil zum Beispiel für Gespräche mit den Patienten kaum noch Zeit bleibt. Wenn sie vorzeitig die Rente beantragen, finden sich in letzter Zeit oft keine geeigneten Nachfolger für die Praxis, weil die Tätigkeit eines niedergelassenen Kassenarztes nicht mehr verlockend erscheint. Es hängt sehr vom jeweiligen Einzelfall ab, wie man als Psychotherapeut diesen Menschen am besten helfen kann, ob Supervision und Beratung ausreicht oder ob eine Psychotherapie indiziert ist.

Ausgewählte Klanginstrumente

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ei den abgebildeten Personen handelt sich es sich nicht um Patienten,  sondern um mich selbst und um Freunde oder Bekannte, die sich freundlicherweise zu Demonstrations-
Zwecken zur Verfügung gestellt und sich ausdrücklich mit der Veröffentlichung der Fotos auf meiner Homepage einverstanden erklärt haben.

Klangselbsterfahrung

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um Kennenlernen der emotionalen und körperlichen Wirkungen der beschriebenen Klänge besteht die Möglichkeit, sich unabhängig von einem Therapiewunsch für eine Klangdemonstration in einer kleinen Gruppe oder als Einzelperson (für eine Stunde) anzumelden.

Eine Klientin liegt mit dem Kopf direkt hinter einem Gong, dessen Vibrationen noch stärker Trance-fördernd Wirkung als der Klang. Das wird im Untermenü „Ausgewählte Klanginstrumente“ und „Gong = Klang + Vibrationen“ genauer beschrieben.
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